Irgendwo über Brasilien ;-) heute früh im Anflug auf Buenos Aires.
Rund eine Stunde brauchten wir mit dem Taxi vom Flughafen zum Hotel in der Innenstadt. Um wohlfeile 30,- €/Nacht für das DZ kann man nicht viel erwarten, aber es passt schon. Jetzt ist erst mal Orientierung in der Stadt mit knapp 3 Millionen Einwohnern angesagt.
Da wir schon übermorgen Freitag nach Uruguay übersetzen werden, wollten wir einen raschen kompakten Überblick bekommen und machten eine 3-stündige Busrundfahrt.
Dabei, und auch schon am Fußweg zur "Haltestelle Null" (von 25), wurde deutlich, wie vielfältig Buenos Aires ist. Kleine Gässchen mit viel Autoverkehr und Minigeschäften aller Art, großzügige Avenidas mit historischen Gebäuden, ein eher ärmliches und heruntergekommenes Viertel ("La Boca", der Mund, bezogen auf die Flussmündung des Rio de la Plata, das erstes Siedlungsgebiet), Büro-Wolkenkratzer für nationale und internationale Konzerne und ein Shopping- und Kaffeehausviertel, das vor allem von Jugendlichen frequentiert wird ("Palermo").
Ein paar Eindrücke:
Der Präsidentenpalast "Casa Rosada" - die Farbe kommt von Ochsenblut, das dem Kalk beigemischt wurde.
"La Bombonera", das Fußballstadium der "Boca Juniors".
Der Spruch rechts neben der Sonne lautet: "Wenn Tyrannei zum Gesetz wird, wird Rebellion zu Gerechtigkeit". La Boca war und ist ein Zentrum des politischen und sozialen Widerstands.
Während der Rundfahrt hat der Sprecher dutzende berühmte argentinische Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Sport genannt (Lionel Messi war nicht darunter). Den einzigen, den ich kannte: Den Formel 1-Rennfahrer der 1950er Jahre Juan Manuel Fangio.
Buenos Aires ist trotz aller Dichte eine sehr grüne Stadt. Selbst in vielen kleinsten Gassen stehen Bäume. Dort, und auch in den zahlreichen großen Parks ist der blau-violette Kaiser- oder Blauglockenbaum allgegenwärtig.
Die "Avenida 9 de Julio" war bis 1960 mit 140 m Breite die breiteste Straße der Welt, mit sieben Fahrspuren in jede Richtung. Die Spuren in der Mitte sind für die Metrobusse reserviert.
Und in dieser heimeligen Atmosphäre, unserem Hotel"garten", ist der heutige Blogeintrag entstanden ;-)
Und nun Abendessen beim „Pippo“, 6 Blocks vom Hotel entfernt. Der Reiseführer hat‘s als Einheimischentipp empfohlen, können wir bestätigen.
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