Da uns ein Wochenende mit 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit bevorstand, beschlossen wir, eine Kulturreise in die Provinz Córdoba zu machen, rd. 160 km nördlich von Málaga.
ÉCIJA
Die erste Station war das Städtchen Écija, das für seine vielen Türme bekannt ist.






Wie bei uns die Kastanienbäume wachsen in der Stadt die Zitronen auf Bäumen ...
Nach einem zünftigen Brunch am Hauptplatz von Écija fuhren wir 50 km weiter Richtung Córdoba, nach Amodóvar del Rio, wo seit 1200 Jahren die gleichnamige Burg steht.

Am Weg dorthin überquerten wir auch den Fluss Guadalquivir, der gerade, wie alle Gewässer der Gegend, Hochwasser führt.
CASTILLO DEL ALMODÓVAR DEL RIO
Die Burg wurde im 8. Jahrhundert von Arabern errichtet und im frühen 13. Jahrhundert von Ferdinand III., König von Kastilien und León, erobert (der Besuch war deshalb zugleich ein Andenken an Kristinas Vater Ferdl).


Das Castillo de Almodóvar. Die Bilder oben stammen von "Salvatorecoco", einem Wikipedia-Autor. Wir haben trotz zweier iPhones, einer GoPro- und einer Olympuskamera keine bessere Totale hinbekommen ;-)






Die Burg ist kompakt und übersichtlich, ausgesprochen gut zu besichtigen. Entlang der Hauptmauer geht man von einem Befestigungsturm zum anderen und alle Informationen sind auch auf deutsch angeschrieben ;-)
In einerm Raum kann man die gut gemachte Visualisierung eines Angriffs auf die Burg bestaunen:

Klicke auf das Bild, das Video dauert 35 Sekunden und ist 7,7, MB groß.
CÓRDOBA
Die nächste Station war Córdoba, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Dort steht die Mezquita de Córdoba, eine maurische Moschee, deren Bau 784 begann. Nach der Rückeroberung Córdobas, 1236 durch Ferdinand III. (siehe oben), wurde sie von der katholischen Kirche umgewidmet. Beeindruckend, wie maurische und christliche Elemente nebeneinander existieren.

Die Moschee hat eine Grundfläche von 24.000 qm und galt zu maurischen Zeiten als die weltweit Bedeutendste. Wäre sie heute noch eine Moschee, wäre sie die Drittgrößte der Welt.
Diese Video, das Matthias mit seiner GoPro gemacht hat, vermittelt den besten Eindruck von der Weitläufigkeit des Gebäudes:

Klicke auf das Bild, das Video öffnet in einem neuen Fenster, dauert eine gute halbe Minute und hat rd. 7 MB.
Weitere Impressionen der ehemaligen Moschee ...






Viele Kapellen, viele Bilder, zB das von der Heiligen Magdalena.


Wir übernachteten in der Altstadt von Córdoba. Am nächsten Vormittag schlendertern Kristina und Matthias durch Córdoba.

Eine ehemalige Synagoge, um auch der jüdischen Tradition gerecht zu werden ...

... ein typischer Innenhof ...

..., eines der vielen schmalen Gässchen der Altstadt.


... und die Brücke über den satten Guadalquivir, die von Kaiser Augustus stammt.
OLIVENHAINE & DIE MITTE VON ANDALUSIEN
Bei der Rückfahrt am Sonntag Mittag waren die Olivenhaine allgegenwärtig. Olivenbäume rechts, links, vorne und hinten, überall ... Spanien ist der weltgrößte Produzent von Oliven, mit 200 verschiedene Sorten.

Der Olivenbaum braucht ca. sieben Jahre bis zu ersten Ernte und kann mehrere hundert Jahre alt werden.


Und Weinreben finden sich auch allemal ... :-) Auf dass wir auch morgen noch "salud" bei spanischem Wein sagen können! ;-)
DER GEOGRAFISCHE MITTELPUNKT ANDALUSIENS ...
ist in Cabra. Von dieser Stadt aus geht es 7 km bergauf zur Wallfahrtskirche "Ermita de la Virgen de la Sierra." Eine Kapelle, ein wetterbedingt nicht sichtbarer Ausblick, aber eine sehenswerte Stimmung bei der Talfahrt ...

Es war zwar ein relativ verregentes Wochenende, aber wir haben glücklicherweise von der Nässe nicht viel mitbekommen.

Schon fast zu Hause ... die Jabalcuza, an deren Hang Alhaurin de la Torre liegt, scheint wie von einem Wasserfall übergossen.
Herz, was willst Du mehr ... :-) der Regen ist vorbei, der heimische Garten sprießt und gedeiht bei 22 Grad, was für Anfang November absolut ok ist ;-)


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