Erstmals fuhren wir mit dem Bus ins Zentrum. Die Hand mit den Banknoten gehört dem Schaffner, der nur mitfährt, um den Fuhrlohn zu kassieren. Praktisch, für alle Beteiligten.
Das erste Ziel: Der "Palacio Municipal", das Rathaus im Zentrum, das vom 22. Stock bei freiem Einritt einen tollen Blick über die Stadt ermöglicht. Er zeigt, wieviel grün man unten in den Straßen sieht.
Im Hintergrund: Der Hügel, den Magellan zuerst entdeckte und damit Montevideo seinen Namen gab ("Ich sah einen Berg", siehe den Eintrag von gestern).
Eine vielerorts bewährte Attraktion: Hier können Liebespaare ein Schloss anbringen und ihrer Beziehung eine ewige Qualität geben.
In Ermangelung eines Schlosses haben wir improvisiert. Nicht so unvergänglich, wie aus Metall, aber hey, was ist das schon? ;-)
Ganz in der Nähe: Das "Gaucho- und Geldmuseum". Es ist wesentlich interessanter, als das in Tacuarembó (wir haben berichtet, Tag 7). Hier nochmal der Link zum ausführlichen Wiki-Artikel über die Gauchos.
Waffen, Steigbügel und Sporen. Auch zu sehen: Alltagsgegenstände, kunstvoll ziselierte Mate-Tee Becher, lebensgroße Pferdeattrappen u.v.a.m.
Am Weg durch die Altstadt beim Hafen hat sich ein Obdachloser eingerichtet.
Danach besuchten wir das Museum zum Andenken an den Absturz eines uruguayischen Flugzeugs in den Anden von 1972. Von den 45 Personen an Bord überlebten 16 unter unglaublichen Bedingungen 72 Tage lang auf 4.500 m Seehöhe im Schnee. Hier eine Zusammenfassung der wundersamen Geschichte um Flug 571.
Wir wurden ersucht, wegen Urheberrechten keines der ausgestellten Fotos zu veröffentlichen. Deshalb behelfe ich mir mit Zeitungsartikel.
Zeitungsausgaben zum 25- und 30-jährigen Gedenktag.
Genug der Museen. Nach einer Verschnaufpause im Hostel gönnten wir uns einen musikalisch sehr entspannenden Liederabend im "Teatro Solis".
Der uruguayische Gitarrespieler und Sänger Diego Kuropa beging sein 10-jähriges Bühnenjubiläum mit den Bandmitgliedern der jeweiligen Zeit. Er bekam standing ovations.
Lieblich, beschwingt, romantisch, das war ein passender Ausklang für unseren Aufenthalt in dieser dermaßen gemütlichen und entschleunigten Stadt.
Hier geht es direkt zu einer youtube-Liedersammlung von Diego Kuropa.
Morgen Dienstag fahren wir zum Ausgangspunkt der Uruguay-Rundfahrt zurück, nach Colonia del Sacramento, um am Mittwoch die Rückreise nach Wien zu beginnen. Nolens volens ;-)
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