Heute haben wir erfahren, dass es doch einen Unterschied zwischen den Bezeichnungen "Ho-Chi-Minh-City" und "Saigon" gibt: In den Zeiten der französischen Kolonisation hieß die ganze Stadt Saigon. Seit der Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam aber wird nur das Zentrum, der 1. Bezirk, "Saigon" genannt. Der übrige Teil der Stadt heisst "Ho-Chi-Minh-City".
(Update ein paar Tage später: Unser Tourguide Mr. Long von den Dalat Easy Rider hat uns glaubhaft erzählt, dass diese Unterscheidung Humbug ist. HCMC ist zwar die offizielle Bezeichnung, aber fast alle sagen Saigon.)
Also haben wir heute Saigon verlassen :-) und sind in den 10. Bezirk von Ho-Chi-Minh-City gefahren, um in einem Wasserpark herumzuplanschen.
Die runden Rutschen waren auch ein Spaß, wie in diesem Video zu sehen ist :-)
Als Kristina bei dieser Schulklasse auf Schwimmunterricht vorbeiging, erntete sie interessierte Jubelrufe :-)
Die nächste Station war weniger spaßig: Das Museum des Vietnamkrieges.
Es gab unzählige Fotos der Greueltaten der US-Amerikaner und Südvietnamesen zu sehen. Dass sich die nordvietnamesischen Vietcong genauso brutal wehrten, wird allerdings nicht gezeigt ...
Dieses Foto ging damals um die Welt: Das Massaker von My Lai.
Ein Raum ist der internationalen Solidarität gegen den Krieg gewidmet.
Ein amerikanischer GI hat nach dem Krieg seine Orden dem Museum gestiftet. Beachtet die Inschrift links oben: "An das Volk eines vereinten Vietnams: Ich habe mich geirrt. Es tut mir leid."
Die Auswirkungen des flächenweiten Abwurfs von "Agent Orange" auf einen Mangrovenwald. Es ist ein dioxinhältiges Entlaubungsmittel, dass verhindern sollte, dass sich die Vietcong im Dschungel verbergen konnten. Abgesehen davon schädigte es massiv das Erbgut der betroffenen Bevölkerung.
Noch heute sieht man etliche Menschen mit Deformationen. Die Bilder, die davon in dem Museum ausgestellt sind, ersparen wir euch ... :-(
Wie oftmals in der Geschichte: Wo Unrecht geschieht, ist die Kirche nicht weit ...
Mittlerweile war es früher Abend und wir gönnten uns eine Rikscha-ähnliche Fahrt zum Sheraton-Hotel, wo man auf der Terrasse im 23. Stock einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben konnte.
Im Sheraton - zu Abend haben wir dort nicht gegessen, viiieel zu teuer :-)
Das wäre ja schon ein gelungenes Abschlussfoto für den Tag, doch für uns war er noch nicht ganz vorbei. Was fehlt ...? Das Abendessen in einem Restaurant, das Straßenkinder unterstützt und so gut war, dass wir auf's fotografieren vergessen und statt dessen "Beruferaten" gespielt haben, sowie ...
... eine Internetsessions für die Burschen, und ...
... natürlich den heutigen Blog-Eintrag verfassen :-)
Morgen Mittag fahren wir weiter Richtung Norden nach Dalat, was zwischen fünf und acht Stunden dauern wird, die Schätzungen der Einheimischen differieren erheblich.
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