Sonntag, 26. Sept.: Am Sonntag sind wir von Cusco bis Nasca gefahren, eine recht lange Strecke, doch wir wollten unbedingt ein paar Tage in Nasca verbringen, um nicht ständig unterwegs zu sein. Ein paar Eindrücke von der Fahrt:
An dieser Stelle ist im Jänner 2004 ein Personenbus in den Abgrund gestürzt. Passanten erzählten uns die traurige Geschichte.
60 Personen waren in dem Bus, nur ein paar haben überlebt. Manche Gedenksteine haben sehr bewegende Abschiedstexte.
Ein typischer Straßenarbeiter - beachtet den Besen, mit dem er die Straße kehrt!
Wie schon bei der Hinreise, als wir so höhenkrank waren, kehrten wir auch diesmal in diesem "Restaurant" ein, um uns mit Coca-Tee auf die Höhenluft vorzubereiten. Denn nun gings steil bergauf, auf den höchsten Punkt unserer Fahrt über die Anden.
Ungefähr hier maßen wir mit dem GPS den höchsten Punkt ... obwohl wir mit Coca-Tee gestärkt waren und die Höhe doch schon halbwegs gewohnt waren, war sie deutlich zu spüren. Herzklopfen, leichter Schwindel, aber zum Glück keine Übelkeit mehr.
Kurz vor Nasca - wo wir dank des Lonely Planet-Reiseführers eine wunderbare Unterkunft fanden, das "Walk on Inn" nahe dem Zentrum.
Montag, 27. Sept.: Auf speziellen Wunsch der Burschen unternahmen wir heute wieder eine Abenteuertour mit den Wüstenbuggies, wie schon ein paar Tage zuvor in Huakachina nahe Ica. Diesmal jedoch bekamen wir auch ein paar historische Stätten zu sehen, bevor es zum Sand-Surfen ging.
Eine über 1000 Jahre alte Grundwasserquelle.
Der Königssitz des Nasca-Volkes im Hintergrund. Unser Führer bot uns auch eine (weitere) Erklärung für die berühmten Linien von Nasca: Das Volk glaubte an einen Gott, der halb Mensch und halb Vogel war und natürlich fliegen konnte. Um ihn günstig zu stimmen - sprich: Regen zu schicken - schufen sie die berühmten Linien, damit er sie aus der Luft sehen konnte.
Es gab auch eine Erklärung, warum diese Linien die Jahrhunderte unbeschadet überstehen konnten: In dieser Gegend regnet es nur rund 3 cm pro Jahr (!) und die kleinen Windhosen, die immer wieder durch die Landschaft ziehen, säubern die Linien vom Sand.
Danach gings in rasender Fahrt zur nächsten Sehenswürdigkeit:
Ein uralter Friedhof, in dem die Leichen unter dem Sand mumifiziert liegen - vor 40 Jahren sind die Gräber geplündert worden und die Überreste sind nun über dem Sand zu sehen.
Neben den Knochen sind Haare und Teile des Gewandes der Begrabenen zu sehen.
Als nächstes stand das Sand-Boarden am Programm!
Gar nicht so einfach, zumindest nicht für die Großen :-)
So gings schon leichter, auf dem Bauch liegend konnte man herrlich den Hang hinuntersausen!
Die Burschen taten sich leichter, wie man sieht ...!
Photo-Shooting im Desert-Look :-)
Unsere Buggy-Fahrer & Sandboard-Lehrer.
Am Rückeg nach Nasca als es dunkel war - durch die mittlerweile sehr kalte Wüste bei starkem Gegendwind, beachtet Friedls Frisur :-)
Dienstag, 28. und Mittwoch, 29. September: Diese zwei Tage verbrachten wir ganz entspannt in Nasca ...
Unser Stammlokal zum Abendessen - insgesamt war das Speisenabgebot in Peru sehr gut. Besonders beeindruckend war das Fleisch des Alpaka-Schafes, so zart und gut!
Die Häuser und Wände im ganzen Land sind voll mit diesen Graffittis, denn am 3. Oktober finden peruweit Bürgemeisterwahlen statt. Beachtet die Symbole, damit die vielen Menschen, die nicht lesen können wissen, was sie ankreuzen sollen!
Jeremias und Severin wünschten sich, ein Fitnessstudio zu besuchen, also machten wir dieses hier ausfindig. Es hatte am Mittwoch Abend nur eine Stunde geöffnet. In der Zwischenzweit besuchte Robert einen Friseur ... :-)
Der Preis für einen Haarschnitt: 10 peruanische Sol, umgerechnet 2,50 Euro ;-)
Kris ist in Peru schon ein Markenname! Die Unterzeile lautet übersetzt: "Eine andere Form, die Dinge nehmen" :-)
Mittlerweile war das Fitnessstudio geöffnet - Jeremias und Severin in Aktion ...
Am Rückweg zum Hostel - eine Wahlveranstaltung für die Bürgemeisterwahlen.
Dieser antike Traktor stand am Straßenrand neben der Wahlveranstaltung. Dass auf Curacao und in Peru Autoreifen mit Fahrrad-Flicken von innen repariert werden, haben wir ja schon gesehen. Aber diese Reifenreparatur schlägt alles:
Wir beendeten die Ausruh-Tage in Nasca mit sehr ansprechender Livemusik und einer Tanzdarbietung zweier Kinder ...
Das Tanzen war echt nett, nur der Lautsprecher, aus dem die Begleitmusik kam, krächzte erbärmlich. Also spendeten wir ihnen etwas mit der dringenden Bitte, das Geld in neue Boxen zu investieren :-)
Donnerstag, 30. Sept.: Heute fuhren wir von Nasca zurück bis Lima, 450 km über zum Glück sehr gute Straßen. Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass das Hostel, in dem wir abgestiegen sind, ganz im Widerspruch zu seinem Internetauftritt, nicht sehr ansprechend ist. Das "Stop and Drop" in der Calle Berlin ist nicht zu empfehlen.
Es kostet pro Person 20 Sol, also rd. 5,- Euro ohne Frühstück und wir werden es überleben :-)
Positiv ist nur, dass es hier ein schnelles Internet gibt, aber fragt Kris lieber nicht, was sie vom Zustand der Zimmer und des Bades hält :-)
Morgen Freitag machen wir noch eine Stadtrundfahrt mit einem Doppeldeckerbus, geben am Abend das Mietauto zurück und kurz nach Mitternacht geht unser Flug nach Manila/Philippinen!
Wir melden uns also wieder, wenn wir in Manila ein Quartier mit Internet haben! So long und stay tuned!
*winkewinke*
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