
... in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte. Die heutige Etappe brachte wieder einmal einen deutlichen Landschaftswechsel mit sich. Anfangs ging es noch durch den dichten Wald der 'Flachen Heide', aber in Mecklenburg-Vorpommern (Kurzform: Meck-Pom :-) beginnt das Land der kleinen und großen Seen.
Was mich überrascht hat: Die Dichte und Fluggeschwindigkeit der hiesigen Gelsenpopulation. Die letzten 7 km musste ich selbst für meinen an sich schnellen Schritt noch einen Zahn zulegen, um den Biestern wenig Landemöglichkeiten zu geben. Ich traute mich nicht einmal stehenzubleiben, um die langen Hosenbeine aus dem Rucksack zu holen und anzuzippen ...
Jetzt werde ich noch die Route der nächsten Tage austüfteln, denn der E10 macht nun eine große Schleife nach Westen, der ich nicht folgen will - ich suche den möglichst geraden Weg nach Rügen, von wo wir in einer Woche bis 10 Tagen nach Schweden übersetzen werden! Dann beginnt ein ganz neues Kapitel dieser Wanderung!

Roobert zu Samstag, 17. Juni 06 am 22:04 Uhr | Permalink | Kommentare (2)
Roobert zu Sonntag, 18. Juni 06 am 18:02 Uhr | Permalink | Kommentare (0)

... am Müritzsee, mit 117 qkm der größten Binnensee Deutschlands. Der Name Müritz soll vom slawischen Wort Morze kommen und bedeutet 'kleines Meer'. So steht es jedenfalls im Beiheft der Kompass-Karte.
Wie auch immer, wir werden morgen hier einen Ruhetag einlegen, wohlverdient nach fünf starken Wandertagen. ZB zum Schwimmen gehen, Bootsrundfahrt machen und wieder mal neue Wanderkarten organisieren. Komischerweise wird das Gebiet in Vorpommern zwischen Demmin und Rügen vom Kompass-Verlag nicht abgedeckt, aber ich hoffe darauf, dass es hier in Waren oder etwas weiter nördlich doch Wanderkarten dafür gibt.
Zur heutigen Etappe: Die netto 6,5 Stunden waren durchschnittlich anstrengend (was ich immer erst abends merke :-) und von monotoner Schönheit. Langsam gewöhne ich mich an die langen Geraden durch den Wald, was heute die volle Länge des Müritzer Nationalparks war. Das saftige grün des Waldes wird einfach nhcht und nicht langweilig!
Übrigens habe ich mich beim gestrigen Eintrag grob geirrt: Bis Rügen (und damit bis zum Übersetzen nach Schweden) werden wir max. noch eine Woche brauchen!

Roobert zu Sonntag, 18. Juni 06 am 23:55 Uhr | Permalink | Kommentare (4)
Ein sehr gemütlicher Tag! Mittags waren wir kurz im Müritzsee schwimmen und dann stand eine Schifffahrt am Programm. 1 1/2 Stunden auf dem über 30 km langen See (da wird sein Name "kleines Meer" sehr verständlich) ... 
und ein Stückchen einen Kanal entlang, der 150 km bis zur Elbe führt. Beachtet auch dass es einen Kabinenaufbau gibt ...
Als der nämlich eingezogen wurde, dachte ich: "Super Service, so haben wir einen besseren Ausblick. Aber der Grund war eine ziemlich niedrige Brücke :-)
Eben sagte man mir, dass das Interntcafe jetzt sperrt, früher als normal, also leider nur mehr ein Bild: Die Rückkunft im Hafen von Waren...
Till next!
Roobert zu Montag, 19. Juni 06 am 18:55 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Roobert zu Dienstag, 20. Juni 06 am 14:13 Uhr | Permalink | Kommentare (1)

Die heutige Etappe war kurz und gelsenlos, weil seit wir in Waren waren, waren keine Seen zu sehen :-)
Etwas Spannung verschaffen mir die fehlenden Wanderkarten. Für die morgige Etappe nach Demmin ist alles klar, aber die nächsten 2 Tage bis zur Insel Rügen hab ich noch nichts.
Gedanklich bin ich schon halb in Schweden ...

Roobert zu Dienstag, 20. Juni 06 am 21:40 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Roobert zu Mittwoch, 21. Juni 06 am 12:36 Uhr | Permalink | Kommentare (0)

Ein Foto von Demmin habe ich mangels eines guten Motivs nicht (der Ort wurde zu 80 % im 2. WK zerstört), aber dafür einen anschaulichen Überblick der letzten und der kommenden Etappen. Zweiteres aber nur schematisch, weil ich noch immer keine Karten für die Strecke von Demmin bis Rügen habe.
Bin also sehr gespannt, ob mir die hiesige Touristeninformation aushelfen kann. Das Dumme dabei ist, das hier alles auf Radfahren konzentriert ist. Im Touristenbüro von Malchin etwa wurde mir der Radweg nach Demmin als 'sehr schöne Strecke' angepriesen, aber die erwähnten 25 km Asphalt waren nicht das, was ich mir unter 'Wandern' vorstelle. Zum Trost bleibt mir die Gewissheit, dass 90 % der Strecke in Schweden traumhaft wanderbar sein werden ...!

Roobert zu Mittwoch, 21. Juni 06 am 22:30 Uhr | Permalink | Kommentare (0)

... an der Trebel, um auch wieder einmal einen Fluss zu nennen ...
Heute sind wir erst um 12 Uhr losgezogen, weil ich auf der Suche nach einer Wanderkarte war. Das Ergebnis: Die 1:150.000er Karte. Eigentlich ein viel zu großer Maßstab, aber angesichts der wenigen Wege im Vorpommerischen Flachland hat es doch gereicht.
Morgen gehts Richtung Nordosten nach Stahlbrode, wo wir mit der Fähre nach Rügen übersetzen werden!

Roobert zu Donnerstag, 22. Juni 06 am 22:23 Uhr | Permalink | Kommentare (1)
Roobert zu Freitag, 23. Juni 06 am 16:04 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Ich muss schon sagen, Rügen entschädigt mich und Sam deutlich für die eine oder andere mühsame Strecke bisher. Die wenigen Hauptstraßen sind leicht zu umgehen und der Rest ist wunderbar wanderbar. Sozusagen das u und a des Wanderns ... :-)
Putbus (von slawisch 'pod boz', 'unter dem Fliederbusch') hat ein nettes Flair und einen ungewöhnlich runden Hauptplatz, den 'Circus'.
Morgen gehts weiter nach Neu Mukran, dem Fährhafen in der Nähe von Sassnitz, wo wir vor der Überfahrt nach Schweden wahrscheinlich einen Extratag verbringen werden, um alles für das vorletzte Land der Wanderung auf die Reihe zu kriegen ;-)

Roobert zu Samstag, 24. Juni 06 am 23:40 Uhr | Permalink | Kommentare (4)
Roobert zu Sonntag, 25. Juni 06 am 15:10 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
War wieder eine nette Etappe, immerhin die letzte in Deutschland! Im Bild unten ist der Fährhafen von Sassnitz, der vor einigen/etlichen? Jahren nach Neu Mukran verlegt worden ist, ca. 7 km entfernt. Da ich eigentlich nur bis dorthin gehen müsste, um nach Schweden zu kommen, habe ich mir gegönnt, diese letzten 7 km nach Sassnitz mit dem Bus zu fahren. Dorthin muss ich, weil mir ein Freund Karten, Infos und die Kochausrüstung in die Touristeninformation geschickt hat. So habe ich mir bisher gut 2 kg im Rucksack erspart und brauche das Zeugs ja erst ab Schweden.
Fährhafen Neu Mukran

Und das ist das eigentliche Tageszielbild, diesmal kein abfotografierter Prospekt, sondern der Blick aus dem 7. Stock eines Hotels in Sassnitz.
Sassnitzer Hafen
Roobert zu Sonntag, 25. Juni 06 am 20:49 Uhr | Permalink | Kommentare (3)

... allerdings nicht der Ruhe wegen, sondern weil die Mittagsfähre heute schon ausgebucht war. Wahrscheinlich durch lauter traurige Schweden, deren Fussballmannschaft leider ausgeschieden ist. Sie war auch unter den Geh-Heim-Favoriten ... :-)
Also haben wir heute einen Ausflug per Bahn nach Bergen gemacht und fahren morgen um 13 Uhr über die Ostsee nach Trelleborg.
Roobert zu Montag, 26. Juni 06 am 17:11 Uhr | Permalink | Kommentare (2)
Roobert zu Dienstag, 27. Juni 06 am 19:49 Uhr | Permalink | Kommentare (0)
Das war eine leichte Uebung :-) Die knapp 4 Std. Ueberfahrt sind wie im Flug vergangen und Trelleborg ist ein nettes Städtchen. Jetzt wirds Zeit, die Karten genauer zu studieren, die uns den Weg nach Norden weisen sollen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob es in den nächsten Tagen nur Strassen geben wuerde, was ich uns nicht unbedingt antun mag. Schau ma mal, ich kann die eingezeichneten Strassen und Wege noch nicht ríchtig deuten.
Der Plan wäre, von Trelleborg grob geschätzte 150 km nach Norden zu gehen, bis der gekennzeinete "Hallandsleden" beginnt. Er ist ca. 360 km lang und geht dann in den "Bohusleden" ueber (auch ca. 360 km) und dann ist es nur noch ein Katzensprung bis Oslo. Mehr zu diesen beiden Wegen koennt ihr hier sehen:
www.bewaehrungsprobe.de
Was uns ab dem Hallandsleden erwartet: Keine festen Unterkuenfte mehr, nur noch im Zelt uebernachten. Aber es gibt noch genug Orte unterwegs, in denen man Lebensmittel usw. einkaufen kann.
Ab dem Bohusleden wirds dann ernst: Da gibt es Strecken ueber bis zu 10 Tagen, in denen es keine Einkaufsmöglichkeiten gibt. D.h., alles Futter fuer Sam und mich mitnehmen. Zum Glueck habe ich keinen Sponsorenvertrag, der mich zwingt :-) es kann schon sein, dass ich die Tour vor Oslo abbreche, lassen wir uns ueberraschen .... Jetzt schau ich mir mal die Strecke noerdlich von Trelleborg an und dann sehen wir weiter.
Roobert zu Dienstag, 27. Juni 06 am 20:09 Uhr | Permalink | Kommentare (5)

Malmö
Nun kenne ich mich aus. Morgen gehts mit der Bahn und dann mit dem Bus weiter nach Örkelljunga, das ist ca. 6 km vom Beginn des Hallandsleden bei Koarp entfernt. In Örkelljunga werde ich mir noch einmal ein festes Quartier gönnen, aber danach ist Camping pur angesagt.
Ich stelle fest, dass ich (wieder mal :-) recht aufgeregt bin, wie das so wird. Am meisten bin ich darauf gespannt, wie das mit der Verpflegung klappt. Bisher hatte mein Rucksack ca. 15 kg, aber das wird sicher um einiges mehr. Dafuer werde ich endlich wissen, warum ich das Zelt, die Isomatte und den Schlafsack mitgenommen habe. Bisher habe ich das nur 4 x verwendet ...
WICHTIG: Da ich das Handy nur sehr selten aufladen werden kann (und nur einen Reserveakku mithabe), werden die Einträge ab uebermorgen (ist das der Freitag?:-) deutlich kuerzer und auch vorerst ohne (oder mit viel weniger) Bildern kommen, weil das Senden von Bildern lange dauert und somit mehr Strom frisst. Aber sobald ich wieder in einem Internetcafe bin, werden die Fotos nachgeliefert. Das kann schon zwischen 7 und 16 Tagen dauern, ich kann noch nicht abschätzen, mit welchem Tempo wir unterwegs sein werden und wie die paar grösseren Orte auf der Strecke ausgestattet sind. Ein Eintrag pro Tag sollte machbar sein. Und das Funknetz sollte auch passen, mir wurde berichtet, dass es auf der Route keine oder nur minimale Funklöcher gibt.
Also gehabt euch wohl :-) Liebe Gruesse vom Centralbahnhof in Malmö und bis später!
Roobert zu Mittwoch, 28. Juni 06 am 18:45 Uhr | Permalink | Kommentare (2)

... ist 7 km nordöstlich von Örkeljunga und hier übernachten wir noch einmal in einer Pension, im 'Kaptansgardan'. Morgen folgen wir dann dem Skaneleden rd. 20 km nach Nordwesten bis Koarp (ca. 3 km nördlich des Rössjön Sees), wo der Hallandsleden beginnt. Dann sind es noch 13 km bis zu einem Windschutz am Ekegarden. Und am Sonntag geht es nach Knäred, wo es einen Campingplatz und ein 'Gasthaus mit Zimmern geben soll. Da ich dort am Montag jedenfalls wieder Proviant einkaufen kann, habe ich heute mal für 2 Tage vorgesorgt.
Roobert zu Donnerstag, 29. Juni 06 am 16:49 Uhr | Permalink | Kommentare (1)

Nach 5 Std. sind wir nun am Rastplatz in Koarp. Hier gibt es zwei Windschutzhütten zum Übernachten, eine Feuerstelle und Trinkwasser. Jetzt rasten wir erst mal ausgiebig und dann geht es noch ca. 3 Std. weiter zum Windschutz von Ekegarden (östlich von Vaxtorp bei Krogshult), mit 2 Liter Wasser im Rucksack, denn das gibt es in Ekegarden, wo wir übernachten werden, nicht.
Verblüffend und ungewohnt finde ich, dass es erst gegen Mitternacht richtig dunkel wird ...
Die Wege sind hervorragend markiert, man würf sich nicht einmal in einer nebeligen Neumondnacht verirren können :-) Die Landschaft ist eine Mischung aus Wienerwald und Waldviertel - hügelig, Mischwald, sehr schön zu gehen!
Roobert zu Freitag, 30. Juni 06 am 16:49 Uhr | Permalink | Kommentare (1)

Nach stolzen 7,5 Std. Nettogehzeit haben wir beide gut gegessen, für mich gabs Championcremesuppe und Lachsbrote, sowie abgekochtes Wasser vom Gewässer nebenan. Es ist jetzt kurz vor 23 Uhr und es dämmert langsam ...
Morgen folgt eine ziemlich kurze Etappe bis Knäred und am Weg liegt ein See, der vorzüglich zum Baden geeignet sein soll! Allerdings zweifle ich ein wenig, ob ich mir ein derart einsames und karges Setting wirklich noch rd. 6 Wochen geben mag. Verpflegung und Wasser für 2 Tage hängen sich gewichtsmäßig schon ziemlich rein, und es werden auch Strecken kommen, wo ich alles für 6-7 Tage mithaben muß. Für mich und Sam und das könnte etwas viel werden. Da wäre es von Vorteil, zu mehrt zu sein und SO viel kann Sam auch nicht tragen. Morgen werde ich mal ausführlich die kommenden Etappen studieren.
Roobert zu Freitag, 30. Juni 06 am 23:25 Uhr | Permalink | Kommentare (2)

An dieser Stelle gibt es eine irreführende Markierung. Etwa 1-2 km nach der Überquerung der Flusses Hulta, ca. 500 m nach der Verkaufsstelle von Elchfleisch (?), auf der Hallandsledenbroschüre genau über dem 'e' von 'Timmershult', sieht man nach dem Weidezaun rechtr (in südl. Richtung) eine orange Markierung. Die ist falsch. Richtig ist die schräg links Richtung NO, die erst auf den 2. Blick zu sehen ist.
Roobert zu Samstag, 01. Juli 06 am 22:11 Uhr | Permalink | Kommentare (1)

Am Campingplatz. Die Wanderwege und die Landschaft sind sehr verlockend, aber angesichts der dürftigen Verpflegungsmöglichkeiten verspüre ich eine ziemlich Müdigkeit - nicht körperlich, aber von der Motivation her. Nach 2 Monaten 'on tour' werde ich höchstwahrscheinlich die Wanderung beenden. Heute schlafe ich noch mal darüber und entscheide morgen Sonntag. Meine momentane Stimmung sagt mir 'es ist genug'.
Roobert zu Sonntag, 02. Juli 06 am 00:07 Uhr | Permalink | Kommentare (2)

... als viele Worte :-) Das ist der Bahnhof von Laholm, wo wir in 30 Min. vom Zug nach Göteborg abgeholt werden. Mein Motto war 'Der Weg ist das Ziel' und dieses Ziel habe ich gut erreicht. Danke Mythmonger für deinen raschen Kommentar.
Was nun kommt? Ich weiss es noch nicht. Vielleicht wirklich Oslo? Oder heimwärts? Oder woanders hin? Lasst euch überraschen, ich tu's auch! ;-)
Roobert zu Sonntag, 02. Juli 06 am 12:27 Uhr | Permalink | Kommentare (7)

Zuerst ein großes Danke für eure lieben Kommentare! Ich freue mich wirklich sehr über eure beherzte virtuelle Begleitung! Den Blog werde ich weiterführen, bis wir wieder in Purkersdorf sind, damit diese dokumentierte Reise auch ein richtiges Ende hat ...
Gestern war es schwierig, ein Quartier zu finden, weil ausgerechnet an diesem Abend hier ein Konzert von Robbie Williams war und fast alle Hotels verbucht waren!
Wie es nun weitergeht, weiss ich noch nicht. Reizvoll wäre es gewesen, mit einem Mietwagen nach Oslo zu fahren und am Weg ein paar Stationen einzulegen, aber den Wagen dort zurückzugeben ist einfach zu teuer - 1500 Euro - das muss auch nicht sein. Also schau ich mir heute noch Göteborg an und sehe morgen weiter.
Roobert zu Montag, 03. Juli 06 am 13:25 Uhr | Permalink | Kommentare (3)

Dank eines Tipps waren wir heute in einem Cafe am Hafen, in dem Hunde im Garten geduldet werden, ich bin begeistert. War eine nette 1 Stunde, ein zweiter Hund war auch da. Thanks for the hint, Charlotte!
Wie das Cafe heisst, verrate ich hier lieber nicht, sonst kriegen die noch Probleme mit dem Gesetz :-) auf persönliche Anfrage aber gerne.
Roobert zu Montag, 03. Juli 06 am 17:56 Uhr | Permalink | Kommentare (4)

Irgendwie bin ich schon wieder resistent gegen große Städte und viele Menschen ... Ist ja auch kein Fehler, in beiden Welten zurecht zu kommen :-) Morgen fahren wir nach Hamburg und am Donnerstag entweder bis München oder mit dem Nachtzug bis Wien.
Die 2 Monate 'on tour' kommen mir schon wie ein schöner, langer Traum vor und jetzt bin ich gerade beim Aufwachen :-)
Übrigens haben Hunde auch in Dänemark Lokalverbot!
Roobert zu Dienstag, 04. Juli 06 am 18:40 Uhr | Permalink | Kommentare (7)

... Hauptbahnhof. Morgen Donnerstag machen wir uns hier noch einen gemütlichen Tag und am Abend fahren wir mit dem Nachtzug zurück. Und wieder mal bin ich neugierig, was mich erwartet - und wie sich mein Leben weiter gestalten wird :-) Alles ist möglich ... sicher ist nur, dass es anders wird, als es vor der Wanderung war!
Roobert zu Donnerstag, 06. Juli 06 am 00:34 Uhr | Permalink | Kommentare (1)
Ich hatte es ja geahnt :-) Es warteten bereits einige ganz liebe Freunde und empfingen uns sowohl herzlich, als auch mit einem guten Sektfrühstück!
Damit ist die Wanderung nun wirklich zu Ende - nochmal mein Dank an alle, die mitgelesen und mitgeschrieben haben, es wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben!
Der Blog bleibt bis auf Weiteres online und schaut doch gelegentlich wieder vorbei, ich werde in den nächsten Tagen sicher noch den einen oder anderen Eintrag machen, ein wenig Resumée im Nachhinein, ein wenig Statistik :-) und was mit noch so einfällt :-)
Also bis später und liebe Grüße rundum!
Robert & Sam
Roobert zu Freitag, 07. Juli 06 am 18:30 Uhr | Permalink | Kommentare (3)
Diese Auszeichnung muss ich Sam geben, mit 4,5 von 5 Punkten :-) Wir haben uns prächtigst verstanden!

Benimm
Was mich besonders freut: Er hat eine ziemlich unangenehme Eigenschaft abgelegt, nämlich das Anbellen und versuchte Anspringen von anderen Hunden, wenn er selbst angeleint ist. Das hat mit schon lange alle Stadtbesuche mit ihm vergrault.
In Tschechien haben wir dann so viele Hundebegegnungen gehabt und hinter fast jedem Gartenzaun lauerte mindestens ein kläffender Pinschpudeldackel, dass ich mich gegenüber Sam ziemlich durchgesetzt habe ;-)
Das Ergebnis unseres Übereinkommens: Wenn er frei läuft, ist zurückbellen am Zaun ok. Aber an der Leine wird stoisch an dem anderen Hund vorbeigegangen, auch ohne Zaun dazwischen und in jeder Situation. Und es hat funktioniert, ich bin ur stolz auf meinen gelassenen Wuff und es hat sich dann auch in Berlin sehr gelohnt.

km Abspulen
Um eine häufige Frage gleich zu beantworten: "Ist die Wanderung nicht zuviel für den Hund?" Mitnichten. Mein Gehtempo ist weit unter dem von Sam. Er läuft auch nicht vor und zurück, sondern trottet meist hintendrein, bleibt stehen um zu schnüffeln und/oder markieren und schließt gemütlich wieder zu mir auf. So geht das stundenlang und wenn wir eine Pause machen, wird will er nach spätestens 30 Minuten wieder weitergehen.
Buckelkraxen
Im seinem Rucksack war alles mögliche, auch Dinge, die ich unterwegs brauchen konnte, um nicht meinen Rucksack abschnallen zu müssen. Sam trug zuletzt geschätzte 3-5 kg. Wenn es sehr heiss war, auch weniger.
Mit ein Grund, warum er den Rucksack hatte, war schlicht und einfach, dass er damit viel vertrauenserweckender aussieht, findet ihr nicht? Ohne Rucksack: Großer schwarzer Hund. Mit Rucksack: Erfahrener Trekking-Hund.

Das Ding selbst kann ich absolut empfehlen. Das Geschirr sitzt gut, ist gepolstert und lässt Luft durch. Der größte Vorteil ist aber, dass die Taschen mit Klettverschluss auf dem Geschirr aufliegen und somit mit einem schnellen "Ratsch" vom Hund runter sind. Sehr praktisch bei Pausen, wenn es unwegsam wird oder in Gefahrenmomenten. Der Rucksack nennt sich "Little Yak" und kann bei der Fa. Berghund in Deutschland online bestellt werden.

Ob ich wieder mit Sam eine lange Wanderung machen werde? Mit Sicherheit, es ist ein Vergnügen mit ihm!
Roobert zu Freitag, 14. Juli 06 am 14:30 Uhr | Permalink | Kommentare (2)
Nun sind wir schon 10 Tage wieder zurück und schön langsam gewöhne ich mich daran ... :-) Das Marschieren selbst geht mir nicht wirklich ab, wohl aber ein Ziel zu haben, das habe ich für mich noch nicht neu definiert. Auch eine Form von Freiheit :-)
Einer der Gründe für die Wanderung war nämlich, dass ich mich vom Tagesgeschäft im Seminardom zurückziehen wollte. Das ist bestens aufgegangen, Gisi Mittermayr und unser Team haben Großartiges geleistet und bewiesen, dass meine Anwesenheit gar nicht nötig ist!
Die Route in Kurzform
Zu Fuss von Purkersdorf nach Bad Leonfelden und weiter via Prag und Berlin (8 Tage Aufenthalt) bis Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen.
Dann mit der Fähre von Rügen nach Trelleborg (Schweden), mit der Bahn nach Malmö und per Bus nach Åsljunga. Von dort sind wir noch 2 Tage nach Norden gewandert, ca. 50 km bis Knäred, dann war es genug.
Der typische Tagesablauf
Aufstehen um 9:00 Uhr, Abmarsch um 10:30. Eine kürzere Pause nach 2 - 3 Stunden, eine längere Pause nach weiteren 2 - 3 Stunden. Manchmal gings dann noch weiter. Einmal haben wir um 17:30 noch eine Strecke von 17 km begonnen und um 21:00 beendet.
Meistens aber waren wir zwischen 16:30 und 18:00 am jeweiligen Zielort in einem Gasthof oder Hotel.
Wirklich anstrengend waren nur die ersten 7-10 Tage. Danach war ich gut trainiert und konnte gehen und gehen und gehen ... :-)
Statistik
Ruhetage haben wir in Freistadt eingelegt, in Tyn und Prag, in der Nähe von Dresden (je 1), in Berlin (8) und in Waren (1). Eine Woche später waren wir schon auf Rügen.
Von Vissy Brod nach Krumlov (CZ) sind wir gepaddelt, ca. 20 km.
Durch Prag und Berlin sind wir nicht durchgewandert, sondern nur jeweils bis zur Stadtgrenze und am anderen Ende weitergegangen.
Insgesamt sind wir an die 1.300 km gegangen und haben dafür 270 Stunden (plus Pausen) gebraucht.
Die kürzeste Etappe dauerte 3,5 Stunden, die längste war knapp 8 Stunden lang. Durschnittlich waren es 6 Stunden reine Gehzeit pro Tag.
Im Zelt haben wir nur 4 Mal geschlafen und 2 Mal in einem schwedischen Windschutz. Aber es war ein gutes Gefühl, das Zelt mitzuhaben, um im Falle des Falles unabhängig zu sein.
Über schöne Landschaften, nette Begegnungen und alle meine Eindrücke könnte ich noch viel schreiben, aber das würde den Rahmen hier deutlich sprengen.
Dank & Zukunft
Ich danke euch allen fürs Mitlesen und für die vielen lieben Kommentare, die ich unterwegs immer sehr gerne gelesen habe - der Wanderblog war mir eine angenehme Verbindung nach Hause und ein spaßiges Experiment!
Mein besonderer Dank gebührt unserer "Webmrs." Susanne Wallner, die die vielen Bilder immer freigestellt hat, damit sie in einem neuen Fenster aufgehen und quasi meine "Bodenstation" war.
Der Wanderblog bleibt weiter online und wenn Sam und ich wieder auf Wanderschaft gehen (vermutlich noch dieses Jahr), gibt es eine Fortsetzung!
Robert & Sam

Roobert zu Sonntag, 16. Juli 06 am 22:18 Uhr | Permalink | Kommentare (5)
Um zum Beginn der Wanderung nach Schweden zu gelangen, klicke links im "archiv" auf "Mai 2006" und warte, bis alle Bilder geladen sind.
Dann scrolle ganz hinunter und du siehst den Eintrag vom Abmarsch am 1. Mai.
Wenn du mir & allen LeserInnen einen Kommentar hinterlassen magst, klicke unter dem jeweiligen Beitrag eben auf "Kommentare".
Viel Spaß bei (m)einer virtuellen Wanderung! :-)
Roobert zu Montag, 17. Juli 06 am 20:00 Uhr | Permalink | Kommentare (1)
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