
Für den 20. und 21. Dezember haben sich Kristina und Robert eine Reise durch die Provinzen von Cádiz und Málaga verschrieben. Der Plan: Erst nach Sevilla (B), dort übernachten und weiter über Jerez de la Frontera (C) nach Taraguilla (D), um die Störche auf den Strommasten zu bestaunen. Dann ein Besuch der Festung in Castellar de la Frontera (E) und zum Abschluß nach Setenil de las Bodegas (F), dem Dorf unter Felsen.
SEVILLA
Aber der Reihe nach. In Sevilla hatten die beiden eine Première: Zum ersten Mal machten sie in einer Stadt gleich zwei Stadtrundfahrten mit dem Sightseeing-Bus. Die erste Tour hieß "monumental", die Zweite "romantica". Ideal, um die Stadt aus mehreren Perspektiven und kompakt präsentiert kennenzulernen.


Der Sitz der Andalusischen Landesregierung.


Der Plaza de España, 1929 anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung errichtet.

Die Stadtmauer, die aus der Maurenzeit stammt. Nur ein kleiner Teil ist erhalten.

Ein Eislaufplatz unter Palmen!
Nach einem ausgiebigen Tapas-Schmaus und einigen Achterln besten Rotweins übernachteten Kristina und Robert im Hotel "Un patio en Santa Cruz", einem sehr, sehr ordentlichen Boutique-Hotel in der Altstadt - um sagenhafte 32,- für das Doppelzimmer. Plus 20,- für die Tiefgarage.
JEREZ DE LA FRONTERA
Die nächste Station war Jerez de la Frontera, die Heimatstadt des Sherry, 90 km südlich von Sevilla.


Die Markthalle von Jerez de la Frontera, Abteilung Meeresgetier.

In der Abteilung der Bodenkriecher war mehr los. Die hunderten Schnecken lebten noch! Einige haben es bis zum Rand des Regals geschafft und konnten flüchten :-)
TARAGUILLA
In Taraguilla, nahe Gibraltar, gibt es eine Kuriosität: Im Umkreis des dortigen Bahnhofs nisten massenweise Störche auf den Strommasten.


Ob die Strochensiedlung einen Einfluss auf die Geburtenrate des Ortes hat, ist nicht bekannt ;-)

Danach führte die Strecke durch den Naturpark "Los Alcornocales", den Korkeichenwäldern. Es ist das größte naturnahe Waldgebiet des Mittelmeerraums. Der untere Teil des Stammes ist bereits entrindet. Bis zu 200 kg Kork können während eines Korkbaumlebens geerntet werden.
CASTELLAR DE LA FRONTERA
Ein paar Kilometer weiter wartete schon die nächste Sehenswürdigkeit: Castellar Viejo, eine Burg aus der Maurenzeit, die ein kleines Dorf beinhaltet. Es ist somit eine der wenigen noch heute bewohnten mittelalterlichen Festungen.



Ein maurisches Tiffany-Motiv.

Gegen eine Spende von 2,- an den Inhaber dieses Adlers durfte ihn Robert kurz halten ... und ihm den Bauch streicheln. Nur kurz, denn der Vogel bekam einen beunruhigenden Blick, der Vogelpapa murmelte "suave, suave ...", also sachte, sachte und alles blieb gut ;-)
Danach ging es nach Nordwesten, durch eine wunderbar grüne Landschaft.

Am Horiziont in der Bildmitte ist der Felsen von Gibraltar zu sehen.


SETENIL DE LAS BODEGAS
Dieses Städtchen mit 3000 Einwohnern ist teilweise recht spaktakulär in Felswände eingebaut. Setenil de las Bodegas war bis 1485 maurisch, erst im achten Anlauf konnten die Christen das Dörfchen zurückerobern. Sein Name kommt vom lateinischen septem nihil, "sieben Mal nichts".


Diese interessante Tour à la Robert & Kristina (fahren, schauen, einkehren, fahren ...) endete nach insgesamt gut 600 km am Freitag Abend in Alhaurin de la Torre.
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