Nun sind wir schon 10 Tage wieder zurück und schön langsam gewöhne ich mich daran ... :-) Das Marschieren selbst geht mir nicht wirklich ab, wohl aber ein Ziel zu haben, das habe ich für mich noch nicht neu definiert. Auch eine Form von Freiheit :-)
Einer der Gründe für die Wanderung war nämlich, dass ich mich vom Tagesgeschäft im Seminardom zurückziehen wollte. Das ist bestens aufgegangen, Gisi Mittermayr und unser Team haben Großartiges geleistet und bewiesen, dass meine Anwesenheit gar nicht nötig ist!
Die Route in Kurzform
Zu Fuss von Purkersdorf nach Bad Leonfelden und weiter via Prag und Berlin (8 Tage Aufenthalt) bis Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen.
Dann mit der Fähre von Rügen nach Trelleborg (Schweden), mit der Bahn nach Malmö und per Bus nach Åsljunga. Von dort sind wir noch 2 Tage nach Norden gewandert, ca. 50 km bis Knäred, dann war es genug.
Der typische Tagesablauf
Aufstehen um 9:00 Uhr, Abmarsch um 10:30. Eine kürzere Pause nach 2 - 3 Stunden, eine längere Pause nach weiteren 2 - 3 Stunden. Manchmal gings dann noch weiter. Einmal haben wir um 17:30 noch eine Strecke von 17 km begonnen und um 21:00 beendet.
Meistens aber waren wir zwischen 16:30 und 18:00 am jeweiligen Zielort in einem Gasthof oder Hotel.
Wirklich anstrengend waren nur die ersten 7-10 Tage. Danach war ich gut trainiert und konnte gehen und gehen und gehen ... :-)
Statistik
Ruhetage haben wir in Freistadt eingelegt, in Tyn und Prag, in der Nähe von Dresden (je 1), in Berlin (8) und in Waren (1). Eine Woche später waren wir schon auf Rügen.
Von Vissy Brod nach Krumlov (CZ) sind wir gepaddelt, ca. 20 km.
Durch Prag und Berlin sind wir nicht durchgewandert, sondern nur jeweils bis zur Stadtgrenze und am anderen Ende weitergegangen.
Insgesamt sind wir an die 1.300 km gegangen und haben dafür 270 Stunden (plus Pausen) gebraucht.
Die kürzeste Etappe dauerte 3,5 Stunden, die längste war knapp 8 Stunden lang. Durschnittlich waren es 6 Stunden reine Gehzeit pro Tag.
Im Zelt haben wir nur 4 Mal geschlafen und 2 Mal in einem schwedischen Windschutz. Aber es war ein gutes Gefühl, das Zelt mitzuhaben, um im Falle des Falles unabhängig zu sein.
Über schöne Landschaften, nette Begegnungen und alle meine Eindrücke könnte ich noch viel schreiben, aber das würde den Rahmen hier deutlich sprengen.
Dank & Zukunft
Ich danke euch allen fürs Mitlesen und für die vielen lieben Kommentare, die ich unterwegs immer sehr gerne gelesen habe - der Wanderblog war mir eine angenehme Verbindung nach Hause und ein spaßiges Experiment!
Mein besonderer Dank gebührt unserer "Webmrs." Susanne Wallner, die die vielen Bilder immer freigestellt hat, damit sie in einem neuen Fenster aufgehen und quasi meine "Bodenstation" war.
Der Wanderblog bleibt weiter online und wenn Sam und ich wieder auf Wanderschaft gehen (vermutlich noch dieses Jahr), gibt es eine Fortsetzung!
Robert & Sam

Letzte Kommentare